Was ist Make?
Make ist eine cloudbasierte Automatisierungsplattform, mit der du Webanwendungen verbindest und Workflows visuell erstellst. Die Plattform startete als Integromat und wurde 2022 in Make umbenannt. Statt Abläufe in Code zu beschreiben, setzt du im grafischen Editor sogenannte Szenarien aus Modulen zusammen. Jedes Modul steht für eine Aktion einer App, zum Beispiel „E-Mail senden“, „Zeile in Google Sheets ergänzen“ oder „Beitrag veröffentlichen“. Per Drag-and-drop verknüpfst du die Module, legst Bedingungen fest und siehst jederzeit, welche Daten von Schritt zu Schritt fließen. Das macht Make auch für Einsteiger ohne technischen Hintergrund gut verständlich.
Make vs. Zapier
Der bekannteste Mitbewerber von Make ist Zapier. Zapier gilt als besonders einsteigerfreundlich, Make bietet dafür mehr Kontrolle über den Datenfluss. Router, Filter, Schleifen und Fehlerbehandlung baust du direkt im selben Szenario auf, und die grafische Darstellung zeigt dir sofort, wo sich Daten verzweigen. Bei komplexen Abläufen mit vielen Schritten ist Make preislich oft deutlich günstiger. Im kostenlosen Tarif erhältst du bei Make 1.000 Credits pro Monat, bei Zapier derzeit 100 Aufgaben. Beide Einheiten sind nicht eins zu eins vergleichbar, für einfache Automatisierungen genügt oft jedes der beiden Tools.
Wie funktioniert Make?
Das Herzstück von Make sind die Szenarien. Ein Szenario beginnt mit einem Trigger, also einem Auslöser wie einer neuen E-Mail, einem ausgefüllten Formular, einem Webhook oder einem festen Zeitplan. Darauf folgen ein oder mehrere Module, die Aktionen ausführen, Daten umwandeln oder Entscheidungen treffen. Pro ausgeführter Modulaktion verbraucht Make in der Regel einen Credit. Alle Durchläufe werden protokolliert, sodass du Fehler nachvollziehen und gezielt beheben kannst. Im kostenlosen Tarif läuft ein Szenario frühestens alle 15 Minuten, in den bezahlten Tarifen im Minutentakt.
Praxisbeispiele für den Alltag
Typische Anwendungsfälle baust du schnell auf: Neue Kontaktformular-Anfragen landen automatisch in einem CRM oder in Google Sheets und lösen eine Bestätigungsmail aus. Nach einem Kauf über Stripe erstellt Make die Rechnung und legt sie in deiner Cloud ab. Trello-Karten, Kalender und Tabellen halten sich gegenseitig synchron. Betreibst du eine Agentur, einen Online-Shop oder einen Affiliate-Blog, kannst du Leads, Bestellungen und Zahlungsbenachrichtigungen automatisch verarbeiten. Starte mit einer einzigen, klar abgegrenzten Aufgabe, die dich jede Woche Zeit kostet, und erweitere dein Setup erst, wenn sie zuverlässig läuft.
Make und KI
Make verbindet sich mit KI-Diensten wie OpenAI, Anthropic und Google Gemini. So fasst du E-Mails zusammen, sortierst Anfragen, entwirfst Texte aus einem Briefing oder erzeugst Social-Media-Beiträge aus RSS-Feeds. Zusätzlich bietet Make eigene AI Agents, die selbst entscheiden, welche Werkzeuge sie in einem Durchlauf nutzen, und die sich um externe MCP-Server erweitern lassen. Mit dem Make MCP Server machst du deine Szenarien zu Werkzeugen, die KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT aufrufen können. Maia by Make unterstützt dich dabei, Szenarien in natürlicher Sprache zu erstellen, zu ändern und Fehler zu beheben. Prüfe KI-Ergebnisse vor der Veröffentlichung stichprobenartig.
Preise und Tarife
Make rechnet mit Credits ab. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos und enthält 1.000 Credits pro Monat sowie zwei aktive Szenarien. Core startet bei 9 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung (10,59 US-Dollar bei monatlicher Zahlung) und bietet 10.000 Credits, unbegrenzt aktive Szenarien und den Minutentakt. Pro kostet ab 16 US-Dollar jährlich beziehungsweise 18,82 US-Dollar monatlich und ergänzt priorisierte Ausführung, benutzerdefinierte Variablen und eine Volltextsuche in den Protokollen. Teams beginnt bei 29 US-Dollar jährlich. Wiederholte Fehlversuche verbrauchen ebenfalls Credits. Preisstand: Oktober 2026, prüfe die aktuellen Werte auf der Make-Preisseite.
Features von Make
Make überzeugt mit einem Funktionsumfang, der weit über das einfache Verbinden von Apps hinausgeht:
- Visueller Drag-and-drop-Editor: Automatisierungen intuitiv per Maus aufbauen, ganz ohne Code.
- Router und Filter: Daten je nach Bedingung auf unterschiedliche Wege verzweigen.
- Schleifen und Datenverarbeitung: Mehrere Datensätze einzeln verarbeiten oder wieder zusammenführen.
- Fehlerbehandlung: Error Handler, automatische Wiederholversuche mit Wartezeit und Benachrichtigungen bei Problemen.
- Webhooks und Echtzeit-Trigger: Externe Dienste senden Daten direkt an Make, ohne Wartezeit durch Abfragen.
- 3.000+ App-Integrationen: Von Google Workspace über Shopify und WordPress bis zu OpenAI.
- KI-Funktionen: AI Agents, Maia by Make und Make MCP Server.
- Make Code: Optional eigene JavaScript- oder Python-Bausteine für Spezialfälle in bezahlten Tarifen.
Make für Social Media
Wer mehrere Social-Media-Kanäle bespielt, kennt den Aufwand des manuellen Cross-Postings. Mit Make automatisierst du diesen Prozess weitgehend. Du verbindest deinen Blog oder einen RSS-Feed mit Kanälen wie Instagram, Facebook, LinkedIn oder Telegram, und sobald ein neuer Beitrag erscheint, veröffentlicht Make automatisch einen passenden Teaser. Auch neue YouTube-Videos eignen sich als Auslöser. Lässt du den Teaser-Text von einer KI aus deinem Artikel erzeugen, entsteht ein durchgehender Verteilungs-Workflow. Passe die Texte pro Plattform an und beachte die jeweiligen Regeln, denn reine Massenposts bringen kaum Reichweite.
Das Affiliate-Programm
Make betreibt ein eigenes Affiliate-Programm. Du erhältst 35 Prozent Provision auf die Abo-Zahlungen aller Nutzer, die sich über deinen Link registrieren und ein kostenpflichtiges Abo abschließen, und zwar für 12 Monate. Auf zusätzlich gekaufte Credits gibt es keine Provision. Die Auszahlung erfolgt über Wise ab 100 US-Dollar Provision, teilnehmen kann jeder mit einem Make-Konto. Das Programm passt gut zu Blogartikeln, Tutorials und Newslettern rund um Automatisierung. Transparenzhinweis: Die Links zu Make in diesem Artikel sind Affiliate-Links, für dich ändert sich am Preis nichts.